Geschichten von Betroffenen

Caroles Geschichte

«Die Lebensdauer meiner beiden Nieren hielt nicht lange an. Eine schmerzhafte, energieraubende und harte Zeit war die Konsequenz. Meine Nierenkrankheit führte dazu, dass mein Körper zunehmend vergiftet wurde. Doch dank einem Organspender – mein Lebensretter — darf ich heute zwei Geburtstage pro Jahr feiern.

Ich habe wieder einen Lebenswert und kann meine Wünsche und Ziele weiterhin verfolgen.

Ich empfinde eine unendliche Dankbarkeit für meinen Organspender und für den meines Bruders, der mit noch jüngeren Jahren dieselbe Erkrankung erlitt wie ich.»

Dianas Geschichte

«Mein Name ist Diana und ich lebe seit 2006 in der Schweiz. Ich habe zwei Kinder im Alter von 4 und 7 Jahren. Nachdem ich eine schwere Präeklampsie erlitt und mein Baby in der 28. Woche verloren hatte, fand ich im Jahr 2013 heraus, dass ich an einem Nierenversagen litt. Das Nierenversagen blieb bis 2019 stabil und verschlechterte sich dann erheblich. Im selben Jahr kam ich auf die Warteliste und begann 2020 mit der Dialyse, bis ich am 15. März 2022 den lang erwarteten Anruf vom Krankenhaus in St. Gallen erhielt, dass der Tag meiner Transplantation gekommen war. Seit meiner Transplantation sind nun einige Wochen vergangen und mein Leben hat sich völlig verändert.»

«Ich bin meinem Spender und all den Menschen sehr dankbar, die mich in diesen schweren Zeiten begleitet haben.»

Michelles Geschichte

«Mein Name ist Michelle Hug, ich bin 36- jährig und seit 10 Jahren herztransplantiert. 2012, durch einen angeborenen Herzfehler (Herzinsuffizienz), war ich auf ein neues Herz angewiesen. Dankbar, dass sich die Familie für die Spende entschieden hat und mir ein zweites Leben geschenkt hat. Glücklich, 100% in einer Führungsposition zu arbeiten, regelmässig Sport zu treiben, spazieren mit unserem Hund Simba, reisen und wellnessen mit meinem Mann André sowie einfach die Zeit geniessen mit Familie und Freunden.»

«Mir ist wichtig: Es wird kein krankes Leben verlängert, sondern uns ein gesundes geschenkt! Am 15.05.2022 ein JA zum Transplantationsgesetz um Leben wie meins zu retten.»

Mónicas Geschichte

«Im 2014 erlitt ich eine Lungenembolie, die zu einem Lungenhochdruck führte. Trotz grosser Operation im 2015 durch einen Arzt aus Toronto wurde ich nicht gesund. Mein Zustand verschlechterte sich von Tag zu Tag. Ich hatte gegen Ende dauernd Sauerstoff. Für längere Strecken benötigte ich einen Rollstuhl, den mein Mann stossen musste. Ich konnte nicht mal zum Briefkasten, da mir die Luft fehlte. Meine Lippen und Hände waren bläulich verfärbt, da mein Blut zu wenig Sauerstoff hatte. Mein Ehemann begleitete mich morgens die Treppen runter (für 14 Tritte brauchte ich 15 Minuten) und dann sass ich im Wohnzimmer und abends ging ich in Begleitung wieder ins Bett.

Für alle hat sich die Welt weitergedreht, nur meine stand still. Das Leben hat mich in die Knie gezwungen und ich musste zusehen, wie meine Angehörige wegen und mit mir litten.

Dank meiner neuen Lunge kann ich wieder mit meiner Familie ein ganz normales Leben leben. Die Dankbaren sind glücklich und nicht die Glücklichen sind dankbar. Ich bin immens dankbar für ein unbezahlbares Geschenk, dass ich von einem Fremden erhalten habe. Heute führe ich, bis auf wenige Einschränkungen, ein normales Leben und erfreue mich jeden Tag an Kleinigkeiten, die ich vor meiner Erkrankung nicht so intensiv zu schätzen wusste.

«Mein erster Gedanke morgens ist «Danke, dass ich heute leben darf.» und deswegen zünde ich meinem Spender jeden Tag eine Kerze an.»

Samuels Geschichte

«Ich hatte als Kind immer gesundheitliche Probleme, aber man wusste nie den Ursprung. Mit 26 war mein Körper so fest angeschlagen, dass ich notfallmässig ins Inselspital musste. Es ging mir so schlecht, dass man mich ins künstliche Koma gelegt hat. Die Ärzte haben entschieden, dass ich sofort eine Spenderleber brauche und haben mich auf die Liste URGENT auf den höchsten Platz gesetzt. Schlussendlich hatte ich eine missbildete Leber, die sich selber vergiftet hatte. Nach ca. 2 Wochen habe ich die Leber transplantiert bekommen und es ging mir sehr schnell wieder besser.»

«Bei mir war alles sehr akut und plötzlich, ich hätte nie damit gerechnet.»